Linux Mint: herunterladen und Start-Medium erstellen

Damit wir Linux Mint installieren können, laden wir es erst einmal von der Projektseite herunter. Von der heruntergeladenen ISO-Datei erstellen wir dann auf unserem Windows-Rechner ein Bootmedium. Das kann z. B. ein USB-Stick sein, alternativ aber auch eine DVD, falls die Verwendung eines USB-Laufwerks aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert. - Wir beschreiben, wie wir Linux Mint heruntergeladen und auf einen Boot-Stick oder eben auch eine DVD bekommen haben.

Die Download-Adresse lautet https://www.linuxmint.com/download.php. Linux Mint ist ein internationales Projekt, deswegen die englische Sprache auf der Website. Natürlich lässt es sich völlig problemlos auf Deutsch nutzen.

Linux Mint Cinnamon 64 Bit gilt als Standard-Variante, MATE und XFCE gelten als etwas "leichter", was die Hardware-Anforderungen betrifft - auch wenn wir auf der Linux Mint-Website für alle drei Varianten die gleichen Hardware-Anforderungen finden: 1 GB Arbeitsspeicher mindestens, 2 GB empfohlen für flüssiges Arbeiten, 15 GB freier Festplattenspeicher mindestens, 20 GB empfohlen.

Die 32 Bit-Version wird eigentlich nur noch für sehr alte Rechner benötigt, also ist fast immer die 64 Bit-Version die richtige; so mussten wir etwa bei einem Notebook aus dem Jahr 2005 die 32 Bit-Variante installieren. Und ob man nun Cinnamon, MATE oder XFCE verwendet, ist angesichts letztlich eher geringer Unterschiede bei den Hardware-Anforderungen wohl mehr eine Frage des Geschmacks.

Nach der Entscheidung für eine der verfügbaren Varianten und dem nachfolgenden Download mit Firefox oder Chrome finden wir die heruntergeladene Linux Mint ISO-Datei standardmäßig im Ordner Downloads. Nun können wir den bootbaren USB-Stick erstellen.

Nach dem Download: Linux ISO-Stick mit UNetbootin erstellen

Dafür verwenden wir ein lizenzkostenfreies Tool namens UNetbootin, da Windows selbst kein entsprechendes Werkzeug mitbringt. https://unetbootin.github.io/ lautet die Adresse für den Download von UNetbootin. Auf der Download-Seite klicken wir auf die Schaltfläche Download (Windows), wenn wir mit Windows arbeiten. Auch dieses Programm finden wir nach dem Download mit Firefox oder Chrome standardmäßig im Ordner Downloads.

Wir stecken den leeren USB-Stick ein, den wir als Startmedium für Linux verwenden wollen. (Auf dem Stick dürfen sich keine wichtigen Daten befinden, denn der folgende Vorgang macht alle Daten auf dem Stick unbrauchbar.)

Die weiteren Schritte:

Hinweis: Sofern Sie in Windows als Nutzer mit eingeschränkten Rechten angemeldet sind, kann es Probleme mit dem Zugriff auf die Linux-ISO-Datei geben. In diesem Fall hilft es, wenn die Datei vorher in den Ordner Öffentliche Downloads kopiert oder verschoben wurde und nach Klick auf die Schaltfläche mit den drei Punkten in diesem Ordner ausgewählt wird (C:\Benutzer\Öffentlich\Öffentliche Downloads bzw. C:\Users\Public\Downloads).

  • Im Windows-Explorer öffnen wir den Ordner, in dem sich die heruntergeladene UNetbootin-Datei befindet. Wir klicken doppelt auf den Dateinamen Unetbootin-windows-677.exe. Dies startet das Programm. (Statt 677 sehen wir evtl. eine andere Versionsnummer.) Die Frage im folgenden Meldungsfenster müssen wir bestätigen und ggf. auch das Administratorkennwort eintippen.
  • Im UNetbootin-Dialog, der nun geöffnet wird, konzentrieren wir uns auf den unteren Bereich, da wir unsere Linux-Distribution ja schon in der aktuellen Version heruntergeladen hatten. Wir aktivieren unten links im UNetbootin-Dialog die Option Abbild, rechts daneben bleibt ISO ausgewählt.
  • Wir klicken auf die Schaltfläche mit den drei Punkten ganz rechts. Nachfolgend wählen wir die heruntergeladene Linux-ISO-Datei im Ordner Downloads aus bzw. in Öffentliche Downloads, sofern wir sie dorthin verschoben haben (s. den Hinweis-Kasten oben).
  • Schließlich geben wir ganz unten im UNetbootin-Dialog als Typ noch USB-Laufwerk an, außerdem den Laufwerksbuchstaben, der aktuell genau dem USB-Stick zugeordnet ist, auf den wir das ISO-Image schreiben wollen.
    Achtung: Hier ist höchste Vorsicht angesagt, denn geben wir einen anderen Laufwerksbuchstaben an, überschreiben wir die Daten des "falschen" Laufwerks mit den Linux-Dateien und vernichten möglicherweise wichtige Daten!

Nach dem abschließenden Klick auf OK wird der bootfähige Stick in mehreren Schritten entsprechend der Anzeige im UNetbootin-Dialog erstellt. Jeder Schritt braucht seine Zeit, Geduld ist an dieser Stelle notwendig. Sind schließlich alle Schritte ausgeführt, klicken wir auf Beenden.

Falls es nicht anders geht: Boot-DVD als Alternative

Wir würden nur dann eine DVD als Bootmedium verwenden, wenn es beim Erstellen oder der Benutzung des USB-Sticks Probleme gibt. Um eine  DVD als Bootmedium zu erstellen, gehen wir nach dem Download der Linux Mint-ISO-Datei (s. o.) in Windows wie folgt vor:

  • Einlegen einer leeren DVD und, falls noch nicht erfolgt, Aufruf des Windows-Explorers z. B. mit Windows-Taste+E
  • Im Windows-Explorer in den Ordner wechseln, in dem sich die heruntergeladene Datei befindet (standardmäßig der Ordner Downloads)
  • Rechtsklick auf den Eintrag der heruntergeladenen ISO-Datei, z. B linuxmint-19.3-cinnamon-64bit.iso und im folgenden Menü Auswahl von Datenträgerabbild brennen. (Als der Befehl einmal nicht im Menü erschien - bei uns in Windows 7 -, wählten wir nach dem Rechtsklick Öffnen mit ... und danach den Eintrag Windows-Brenner für Datenträger-Abbilder.)
  • Im folgenden Brenndialog klicken wir unten auf die Schaltfläche Brennen.
  • Nach dem Brennvorgang, der etwas Zeit braucht, wird die DVD ausgeworfen, und wir können den Brenndialog schließen.

© Helmut Hane

Themen-Übersicht: Download und Installation von Linux Mint

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